Was taugen TikToks zu psychischer Gesundheit?
Yarimo macht den HypeCheck


HALLO ICH BIN YARIMO, Azubi bei der BAHN-BKK, und bespreche in dieser Serie spannende Trends von TikTok, Instagram & Co. Noch mehr dazu findet ihr auf unserem Account:
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Hast du in letzter Zeit viel mit dir und deiner mentalen Gesundheit zu kämpfen? Suchst du bei TikTok nach Themen wie Depressionen oder ADHS? Dann lass dich dort nicht verrückt machen! Eine Studie mit Beteiligung der Universität Witten/Herdecke, kurz UW/H, hat erstmals deutschsprachige TikToks zu psychischen Störungsbildern untersucht.
Tatsächlich war bei den meisten Videos der Inhalt falsch oder stark vereinfacht. Nur etwa jedes fünfte Video war fachlich korrekt. Worum es genau ging: ADHS, Depression, Autismus, Narzissmus und posttraumatische Belastungsstörung.
Untersucht wurden 177 Clips
Sie erzielten zusammen über 94 Millionen Aufrufe. Und obwohl diese Videos nur zu ca. 20 Prozent korrekt waren, bekamen sie trotzdem eine enorme Reichweite. Die Forschenden seien überrascht gewesen, wie viele Videos fehlerhafte Informationen verbreiten, sagt Aaron Mroß, der mit an der Studie gearbeitet hat. Insbesondere bei ADHS: Hier wurden Konzentrationsprobleme schnell mit ADHS gleichgesetzt, obwohl sie viele Ursachen haben können. Besonders problematisch war auch der Umgang mit Narzissmus. Kein einziges Video erhielt eine korrekte Bewertung. Stattdessen wurde oft mit Wörtern wie „kalt“ oder „manipulativ“ umhergeworfen. Immerhin: Videos über posttraumatische Belastungsstörungen schnitten besser ab, und die Influencer und Influencerinnen lieferten häufiger belastbare Inhalte
Was aber bleibt: Tatsächlich sind nur 18 Prozent dieser TikToks wirklich von Experten, der Rest kam von Betroffenen oder Laien. Die Forschenden warnen deshalb davor, alltägliche Symptome vorschnell als Erkrankung selbst zu diagnostizieren. Dr. Benedikt Langenbach, Mitautor der Studie, sagt, SocialMedia könnten ein wertvolles Forum für Austausch sein. Auch Vorurteile könnten so abgebaut werden. ABER: Persönliche Erlebnisse seien keine medizinischen Fakten!
Also Hände weg von TikTok-Videos?
Nein, aber: Kritisch bleiben. Immer die Quelle checken! Also: Von wem kommt das Video? Wer den Verdacht hat, betroffen zu sein oder Hilfe braucht, sollte sich unbedingt an Fachärztinnen und Psychologen wenden. Dafür gibt es beispielsweise psychologische Beratungsstellen und auch die Nummer gegen Kummer:
