Lungenkrebs-​Früherkennung 

  • 50- bis 75-Jährige
  • Starker Zigarettenkonsum
  • Niedrigdosis-Computertomografie (NDCT)
Arzt, der sich ein Röntgenbild vom Lungenkrebs-Screening anschaut

Seit April 2026 ist das Lungenkrebs-Screening ist ein freiwilliges Vorsorgeangebot für (ehemals) starke Raucherinnen und Raucher zwischen 50 und 75 Jahren. Ein Hausarzt oder Internist prüft zunächst die Voraussetzungen zur Teilnahme und klärt auf. Das Screening erfolgt dann mittels Niedrigdosis-Computertomografie (NDCT) bei Radiologen. Ziel ist es, Lungenkrebs bei diesem besonders gefährdeten Personenkreis möglichst früh zu erkennen.

Wer hat Anspruch auf das Lungenkrebs-Screening?

Teilnehmen können aktive und ehemalige starke Raucherinnen und Raucher, wenn folgende Voraussetzungen erfüllt sind:

  • Alter zwischen 50 und 75 Jahren
  • Starker Zigarettenkonsum: 25 Jahre lang oder mindestens 15 Packungsjahre (= 20 Zigaretten täglich). Beispiel: Das Rauchen von durchschnittlich einer halben Schachtel Zigaretten pro Ta über 30 Jahre entspricht 15 Packungsjahren.
  • Der Rauchstopp (falls erfolgt) liegt nicht länger als 10 Jahre zurück.
  • Rauchpausen waren insgesamt nicht länger als 10 Jahre.
  • Das Screening zur Lungenkrebs Früherkennung können nur (Ex-)Zigarettenrauchende wahrnehmen, nicht aber Pfeifen-, Zigarren- oder E-Zigaretten-Rauchende.

Gut zu wissen: Die Teilnahme am Lungenkrebs-Screening ist freiwillig.

Lungenkrebs-Screening: Ablauf

Termin in allgemeinmedizinischer oder internistischer Praxis

Überweisung zum Radiologen

Niedrigdosis-Computertomografie (NDCT)

Zunächst wird geprüft, ob bei Ihnen alle Voraussetzungen vorliegen und eine Teilnahme am Lungenkrebs-Screening möglich ist. Dafür wenden Sie sich an eine allgemeinmedizinische oder internistische Praxis. Fragen Sie nach, ob die Ärztin bzw. der Arzt die dafür notwendige Fortbildung absolviert hat, und vereinbaren Sie einen Termin.

Die Ärztin oder der Arzt klärt im Gespräch, ob diese Untersuchung für Sie das passende Angebot ist und informiert Sie über Nutzen und Risiken einer Niedrigdosis-​Computertomographie (NDCT) zur Lungenkrebs-​Früherkennung. Sind die Voraussetzungen für eine Teilnahme am Screening erfüllt, erhalten Sie eine Überweisung in eine Radiologie-​Praxis , die die Genehmigung zur Lungenkrebs-​Früherkennung hat.

Das eigentliche Screening erfolgt dann also mittels einer Niedrigdosis-Computertomografie (NDCT) der Lunge. Diese wird in einer Radiologie durchgeführt, das kann in einer Praxis sein oder auch einer Klinik:

  • Die Untersuchung dauert nur wenige Minuten.
  • Sie ist schmerzfrei.
  • Sie wird mithilfe von Röntgenstrahlen werden Schnittbilder der Lunge erstellt.
  • Die Bilder werden auf Auffälligkeiten untersucht.

Ist der Befund unauffällig, kann das Screening nach 12 Monaten wiederholt werden.

Bei einem auffälligen Befund beurteilt eine Fachärztin oder ein Facharzt die Ergebnisse und entscheidet über das weitere Vorgehen. Bei einem konkreten Krankheitsverdacht werden betroffene Patientinnen und Patienten zeitnahen an eine auf Lungenkrebs spezialisierte Klinik überwiesen.

Bitte beachten Sie: Bis das neue Lungenkrebs-Screening flächendeckend genutzt werden kann, ist noch etwas Geduld erforderlich. Denn Ärztinnen und Ärzte, die die Voraussetzungen für eine Screening-​Teilnahme prüfen und anschließend an eine radiologische Praxis überweisen dürfen, benötigen eine besondere Fortbildung. Ebenso benötigen die Radiologinnen und Radiologen neben einer speziellen Fortbildung die Genehmigung einer Kassenärztlichen Vereinigung, um die NDCT-​Aufnahmen anfertigen und begutachten zu können. 

Übernimmt die Krankenkasse die Kosten für das Lungenkrebs-Screening?

Ja. Die BAHN-BKK übernimmt die gesamten Kosten, wenn die Teilnahmevoraussetzungen vorliegen und eine Überweisung zum Radiologen ausgestellt wurde. Die Abrechnung erfolgt direkt über die Gesundheitskarte (eGK).

Vorteile und mögliche Risiken des Lungenkrebs-Screenings

Vorteile:

  • Verlagerung von Spät‑ zu Frühstadium bei der Erstdiagnose: Da Lungenkrebs erst im Spätstadium Symptome verursacht, wird er bislang häufig erst spät diagnostiziert. Eine Heilung ist dann oftmals nicht mehr möglich. Das Lungenkrebs-Screening soll genau diese frühe Diagnose ermöglichen.
  • Wird durch die Lungenkrebs Früherkennung der Tumor im Frühstadium entdeckt, ist Heilung in der Regel möglich – oft durch eine minimalinvasive Operation.
  • Das Lungenkrebs-Screening verringert die vorzeitige Sterblichkeit von Raucherinnen und Rauchern.

Mögliche Risiken:

  • Mit der Niedrigdosis-CT findet man manchmal auch Veränderungen, die sich im Nachhinein nicht als Lungenkrebs bestätigen. Das nennt man einen falsch-positiven Befund. Diese Befunde können für einen Moment belastend sein.
  • In seltenen Fällen kann ein Tumor trotz CT übersehen werden.
  • Die Niedrigdosis-CT geht mit einer Strahlenbelastung einher, diese ist – wie bereits der Name sagt – allerdings niedrig.

Ärztinnen und Ärzte sind sich sicher: Insgesamt überwiegt für die Zielgruppe der starken Raucherinnen und Raucher der Nutzen des Screenings deutlich gegenüber den Risiken.

Online-Nichtraucherkurs

Vielen fällt es schwer, alleine mit dem Rauchen aufzuhören. Deshalb bieten wir Rauchern die Möglichkeit an einem 6-monatigen Online-Nichtraucherprogramm teilzunehmen. 

Check-up

Lassen Sie sich regelmäßig durchchecken. Ab 35 Jahren übernehmen wir die kompletten Kosten für einen Check-up alle 3 Jahre.